Ein überraschender Gott, überraschende Menschen und eine überraschende Kultur

Ein Beitrag von Peter Vimalasekaran. Übernommen von God Is The Refuge und übertragen aus dem Englischen. 

Ich möchte mit euch allen den Weg teilen in dem uns Gott alle überrascht hat, und wie es zu einem Evangelischen Migrations-Centrum in Karlsruhe kam. Alle Ehre gebührt unserem Gott für immer und ewig. Ich möchte euch einfach wissen lassen, wie alles anfing und zusammen kam. Der Untertitel ist sehr wichtig und ich werde versuchen zu erklären warum ich ihn gewählt habe.

Louise und ich haben nun fast zwei Jahrzehnte unter Flüchtlingen gearbeitet. Das war nicht unser Plan, aber unser Gott hat es so eingerichtet. Seit wir nach Deutschland kamen haben wir dafür gebetet, dass Christen die Liebe und Fürsorge und Anteilnahme für die Flüchtlinge unter ihnen zeigen. Ich habe mir immer gewünscht, dass Christen nicht nur einfach von der Regierung abhängig sind um die Bedürftigen zu unterstützen. Wir haben ein Mandat um uns um die Bedürftigen zu kümmern. Es ist unsere Berufung den Flüchtlingen zu dienen. Wie ihr wisst ist Deutschland eines der besten Länder der Welt wenn es darum geht Flüchtlinge im Land zu unterstützen und zu helfen.  Zur selben Zeit waren wir oft überrascht zu sehen, dass Christen bewegt waren vom Mitgefühl Christi und den Flüchtlingen in vielen Lagern und Orten dienten.

Es ist wichtig zu betonen, dass viele Christen glauben, dass es Gottes Liebe ist die sie dazu führt Flüchtlinge zu lieben. Außerdem sorgen sich Christen nicht nur um die physischen Bedürfnisse der Flüchtlinge sondern auch um die geistlichen. Das liegt daran, dass wir glauben, dass der Herr Jesus Christus das gleiche für uns getan hat, ohne etwas von uns zu erwarten. Als wahre Gläubige lieben wir die, die nicht liebenswürdig sind, ohne etwas dafür zu erwarten außer der Ehre Gottes. Das ist für alle Christen wichtig zu verstehen. Es gibt die Versuchung, dass wir etwas für Flüchtlinge tun, weil wir dafür eine Gegenleistung erwarten, wie eine lebendige Äußerung ihrer Dankbarkeit (das wird sehr oft in der westlichen Kultur erwartet), oder irgendeine Art von Anerkenntnis oder sozialem Bekenntnis des kirchlichen Dienstes an den Bedürftigen (damit meine Gemeinde gut anerkannt wird wegen ihren guten Taten in der Gesellschaft). Gut, es ist nichts falsches in gegenseitiger Anerkennung, aber es ist nicht der Grund warum wir als Christen Flüchtlingen dienen oder helfen. Ich habe manche Pastoren und manche Christen getroffen, die etwas für die Flüchtlinge zu tun damit sie als sozial engagiert angesehen werden und das im Gegenzug hilft damit ihre Gemeinden in der Gesellschaft anerkannt und akzeptiert werden. Um ehrlich zu sein lasse ich mir Zeit für solche Leute, denn sie sind für sich selbst dabei und nicht für die Ehre Gottes.

Mit diesen Gedanken in unseren Köpfen haben wir oft gebetet und geträumt von einem christlichen Centrum für Flüchtlinge, zu dem sie einfach kommen und Hilfe finden können ohne irgendeiner Manipulation ihrer Situation. Zur selben Zeit sollten sie auch die Möglichkeit haben von Gott zu hören, der sie so sehr liebt und seinen eigenen Sohn gesandt hatte um für ihre Sünden zu sterben. Ich träumte von einem Ort an dem wir als Christen Familien, Kindern, Ehemännern und Ehefrauen helfen um in einer neuen Kultur zu leben mit Unterstützung und Fürsorge, (nicht nur für eine Woche, oder bis das Projekt zu Ende ist, sondern eine Langzeitinvestition in das Leben von Migranten) und ihnen zu helfen sich zu interkluieren (lest meinen Artikel in meinem Blog über „Interklusion“) in einem neuen Land. Zur selben Zeit habe ich mir vorgestellt, dass wenn Christen zusammenkommen und Flüchtlingen dienen, es anderen zeigen wird, dass der Gott den wir anbeten Eins ist und Er sich wirklich um Flüchtlinge sorgt.  Mit dieser Vision habe ich für viele Jahre an vielen Türen angeklopft, habe viele Menschen gefragt, ihnen erzählt, dass es möglich ist, es für die Ehre Gottes zu tun. Gut, die Antworten blieben irgendwie still. Die meiste Zeit haben mir die Leute erzählt dass ich eine gute Idee habe aber nicht für jetzt, oder dass wir sehr viel Geld brauchen, oder interessante Idee, oder dass ich ein Ausländer bin und die Kultur nicht kenne, und am enttäuschenden war es dass manche (nicht alle) dachten, dass ich nach Geld für mich selbst Ausschau halte (viele Leiter mit Migrationshintergrund erleben das in Europa) oder dass die Gemeinde so viele Nöte hat und man nicht jetzt kann usw. Dennoch, ein paar meine Freunde ermutigten mich, vor allem mein irischer ECM Direktor Charlie Anderson war sehr engagiert für den Plan und drängte mich dazu es noch mehr zu versuchen, dafür bin ich dankbar. Ich muss auch meine Unterstützergruppe in Nordirland hoch anrechnen, sie sind unsere größten Fürsprecher und haben Louise und mich immer ermutigt den Herrn weiter zu suchen und die Idee des christlichen Migranten-Centrums weiterzuentwickeln.

Weiteres bald…